
Forellenteich-Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund um Forellenteich, Montage und Fang – kurz und verständlich erklärt.
A
- Angelpark
- Gewerblich betriebene Anlage mit einem oder mehreren besetzten Teichen, an denen gegen eine Tages- oder Stundenkarte geangelt wird. Meist mit Parkplatz, Kiosk und Schlachtplatz. Wird oft gleichbedeutend mit Forellenteich oder Forellensee verwendet.
- Anhieb
- Ruckartiges Anheben der Rute nach dem Biss, damit der Haken im Fischmaul greift. Bei Forellen am besten zügig, aber nicht zu kräftig, sonst reißt das dünne Vorfach.
B
- Bachforelle
- Heimische Forellenart mit roten, hell umrandeten Punkten. In Forellenteichen seltener als die Regenbogenforelle, siehe Bachforelle.
- Besatz
- Das Einsetzen fangfähiger Fische in ein Gewässer. Forellenteiche werden regelmäßig besetzt, oft wöchentlich oder vor dem Wochenende. Kurz nach dem Besatz beißen die Fische meist besonders gut.
- Besatztag
- Tag, an dem der Betreiber neue Fische einsetzt. Viele Teiche kündigen ihn an; manche verlangen dann einen Aufpreis oder schränken die Anzahl der Plätze ein.
- Bienenmade
- Larve der Wachsmotte und einer der fängigsten Naturköder für Forellen. Mehr dazu unter Bienenmaden.
C
- Catch & Release
- Fangen und wieder Zurücksetzen. An den meisten Forellenteichen nicht erlaubt: gefangene Fische werden mitgenommen und auf das Fanglimit angerechnet. Einige Anlagen haben eigene Catch-&-Release-Teiche mit Sonderregeln.
D
- Drill
- Das Heranführen eines gehakten Fisches bis zum Kescher. Bremse der Rolle so einstellen, dass sie bei starken Fluchten Schnur freigibt.
F
- Fanglimit
- Höchstzahl an Fischen, die mit einer Karte entnommen werden darf, zum Beispiel fünf Forellen pro Tageskarte. Was nach Erreichen des Limits gilt (Feierabend, Nachkaufen), regelt die Teichordnung.
- Fischereiabgabe
- Landesabgabe, die in vielen Bundesländern zusätzlich zum Fischereischein gezahlt wird. Ob sie am Forellenteich nötig ist, hängt vom Land und vom Gewässer ab, siehe Angelschein nach Bundesland.
- Fischereischein
- Behördlicher Nachweis, dass jemand angeln darf; meist nach bestandener Fischerprüfung. Für geschlossene, private Teiche sehen manche Bundesländer Ausnahmen vor. Verbindlich ist die Regel des Landes und des Teichs, siehe Angelschein nach Bundesland.
- Fischtöter
- Schlagholz oder -stab zum Betäuben eines gefangenen Fisches mit einem gezielten Schlag auf den Kopf. Gehört nach Tierschutzrecht zur Pflichtausrüstung, wenn du Fische entnimmst, siehe Forelle versorgen und zubereiten.
- forellenpoint
- Name dieser Plattform: ein Verzeichnis und eine App für Forellenteiche in Deutschland mit Öffnungszeiten, Anfahrt und Buchung von Angelplätzen. forellenpoint ist kein Angelverein und kein Betreiber der gelisteten Teiche. Mehr dazu unter Über forellenpoint.
- Forellenpuff
- Umgangssprachlicher, augenzwinkernder Ausdruck für einen kommerziellen Forellenteich, an dem gegen Bezahlung besetzte Forellen geangelt werden. Die genaue Herkunft des Wortes ist nicht belegt; vermutlich spielt es ironisch auf den Rummel- und Kommerzcharakter solcher Anlagen an. Neutral heißen sie Forellenteich oder Angelpark.
- Forellenteich
- Privat betriebenes, regelmäßig mit Forellen besetztes Gewässer, an dem gegen eine Karte geangelt wird. Auch Forellensee oder Angelpark. Einen Überblick gibt Forellenteich für Einsteiger.
- Forellenteig
- Knetbarer, meist auftreibender und farbiger Köder speziell für Besatzforellen. Siehe Forellenteig.
G
- Goldforelle
- Gelb bis golden gefärbte Zuchtform der Regenbogenforelle. Sie fällt im Wasser stark auf und wird an manchen Teichen als Sonderfisch besetzt.
- Grundmontage
- Montage mit Blei, die den Köder in Grundnähe anbietet. Mit auftreibendem Teig schwebt der Köder knapp über dem Boden, siehe Montagen am Forellenteich.
H
- Hakenlöser
- Werkzeug zum schonenden Entfernen tief sitzender Haken. Gehört an vielen Teichen zur Pflichtausrüstung.
- Heißräuchern
- Garen und Räuchern bei etwa 60 bis 90 °C im Räucherofen. Die übliche Methode für ganze Forellen, siehe Forelle räuchern (heißgeräuchert).
K
- Kescher
- Netz mit Stiel zum Landen des Fisches. An den meisten Forellenteichen Pflicht.
- Kilo-Teich
- Forellenteich, an dem nicht pauschal pro Karte, sondern nach Gewicht der entnommenen Fische abgerechnet wird. Meist zahlst du eine niedrige Grundgebühr für den Angelplatz und danach einen festen Preis pro Kilogramm Fisch. Der Fisch wird am Ende gewogen; Details zu Preis und Fanglimit stehen in der Teichordnung.
L
- Lachsforelle
- Keine eigene Art, sondern eine große Regenbogenforelle mit rötlichem Fleisch durch carotinoidhaltiges Futter. Siehe Lachsforelle.
- Laufblei
- Durchbohrtes Blei, durch das die Schnur frei läuft. Der Fisch spürt beim Biss kaum Widerstand.
P
- Pose
- Schwimmer, der den Köder in einer eingestellten Tiefe hält und den Biss anzeigt.
- Preisangeln
- Angelwettbewerb am Teich, bei dem es Preise gibt, etwa für den größten oder schwersten Fisch. Anmeldung und Regeln legt der Betreiber fest; anstehende Termine findest du unter Termine.
- Put & Take
- Englische Bezeichnung für das Prinzip des Forellenteichs: Fische werden eingesetzt (put) und von Anglern entnommen (take).
R
- Regenbogenforelle
- Der häufigste Besatzfisch im Forellenteich, erkennbar am rosa schimmernden Seitenstreifen. Siehe Regenbogenforelle.
S
- Saibling
- Lachsfisch mit hellen Punkten und oft orangem Bauch; in Forellenteichen meist Bachsaibling oder Elsässer Saibling. Siehe Saibling.
- Sbirolino
- Länglicher Wurfschwimmer, mit dem leichte Köder weit geworfen und langsam eingeholt werden. Der Klassiker am Forellensee, siehe Montagen am Forellenteich.
- Schlachtplatz
- Platz mit Wasseranschluss und Tisch, an dem gefangene Fische ausgenommen werden. Viele Forellenteiche haben einen.
- Schonhaken
- Haken ohne Widerhaken. Lässt sich leichter lösen; manche Teiche schreiben ihn vor.
- Setzkescher
- Netzschlauch, in dem gefangene Fische lebend im Wasser gehalten werden. An vielen Teichen aus Tierschutzgründen verboten oder nur eingeschränkt erlaubt; maßgeblich ist die Teichordnung.
- Sonderbesatz
- Besatz mit besonderen Fischen, zum Beispiel großen Lachsforellen, Goldforellen oder Stören. Betreiber kündigen ihn meist an, oft mit Aufpreis oder eigenen Regeln.
- Spoon
- Kleiner, leichter Blinker aus Metall, der langsam taumelnd eingeholt wird. Beim Forellenangeln mit Kunstköder sehr verbreitet, siehe Spoons.
- Stör
- Urtümlicher Knorpelfisch mit Knochenplatten statt Schuppen. Manche Teiche besetzen ihn als Sonderfisch mit eigenen Regeln, siehe Stör.
- Stundenkarte
- Angelkarte für eine feste Anzahl Stunden. Sie ist günstiger als die Tageskarte, oft mit geringerem Fanglimit.
T
- Tageskarte
- Erlaubnis, einen Tag lang am Teich zu angeln, häufig mit enthaltenem Fanglimit. Daneben gibt es Halbtages-, Stunden- und Jahreskarten.
- Teichordnung
- Die Regeln eines Teichs: Rutenzahl, Fanglimit, erlaubte Köder, Mitnahmepflicht, Verhalten am Wasser. Sie ist für alle Angler verbindlich und geht allgemeinen Tipps immer vor.
- Tremarella
- Aus Italien stammende Technik, bei der ein Köder mit einem schweren, länglichen Blei durch zitternde Rutenbewegungen langsam über den Grund gezogen wird.
V
- Vorfach
- Dünneres Schnurstück zwischen Hauptschnur und Haken. Ist das Vorfach dünner, reißt im Hängerfall nur das Vorfach und nicht die ganze Montage.
W
- Wirbel
- Drehbares Verbindungsstück zwischen Hauptschnur und Vorfach, das Schnurdrall verhindert.
Stand: Oktober 2026.